Aktuell: 21.150 Euro von der Sparda-Bank für die fairsten Vereine
26.08.2020

Mathias Timm trainierte mit Blau-Weiß 96 Schenefeld den fairsten<br>Landesligisten der Rückrunde, der sich nun allerdings in die<br>Bezirksliga zurückzog.
Mathias Timm trainierte mit Blau-Weiß 96 Schenefeld den fairsten
Landesligisten der Rückrunde, der sich nun allerdings in die
Bezirksliga zurückzog.
Eigentlich sollten beim HFV-Jahresempfang am 31. August 2020 die Sparda-Bank Hamburg Fairness-Preise an die fairsten Teams der Rückrunde 2019/2020 vergeben werden. Der Jahresempfang wurde wegen der Corona-Krise abgesagt, aber die Verantwortlichen der Sparda-Bank Hamburg halten ihr Engagement aufrecht: „Die zum Abbruch geführten Corona-Maßnahmen dienen zu unserer aller Sicherheit. Hierunter soll der Fairnessgedanke aber nicht leiden. Daher werden wir die Geldpreise gerade jetzt in dieser schwierigen Phase ausschütten, auch wenn eine persönliche Ehrung nicht vorgenommen werden kann“, betonte Stephan Liesegang, stellvertretender Vorstandsvorsitzende der Sparda-Bank Hamburg. HFV-Präsident Dirk Fischer erklärte dazu: „Herzlichen Dank in Namen unserer Vereine an unseren langjährigen Partner für diese nicht selbstverständliche Leistung. Die Sparda-Bank ist ein großartiger und verlässlicher Teamplayer.“

Die Sparda-Bank Hamburg unterstützt den Hamburger Amateurfußball seit 2008, um das Fair-Play auf den Fußballplätzen nachhaltig zu fördern. Seit der Saison 2016/2017 gibt es pro Hin- und Rückrunde 500 Euro Prämien für die fairsten Teams der A- bis C- Junioren sowie der B- und C-Mädchen. Im Bereich der Herren- und Frauen-Ligen gibt es für jede Klasse pro Halbserie 1.000 Euro. Bei den Alten Herren und Senioren werde jeweils 750 Euro ausgeschüttet. Da aber wegen der Corona-Krise und der vorzeitig beendeten Saison alle Mannschaften weniger Spiele als normal in einer Halbserie gespielt haben, hat sich die Jury den besonderen Umständen angenommen.

Entschieden wurde folgendes Vorgehen für die Wertung
Bei Staffeln mit mehr als zwölf Teams (das sind zum Beispiel alle Herren-Staffeln von der Oberliga bis zur Kreisklasse) kommen alle Mannschaften mit mindestens drei (statt bisher fünf) Spielen in die Wertung. Bei Staffeln mit zwölf Teams und weniger kommen alle Mannschaften mit mindestens zwei Spielen in die Wertung. Für die Frauen-Sonderstaffeln bedeutet das, dass diese komplett aus der Wertung fallen, da nur zwei Spiele in der Wertungszeit angesetzt waren.

Mehr Vereine sollen profitieren
Weiterhin hat die Jury diesmal festgelegt, dass mindestens zwei Teams je Klasse einen Geldpreis erhalten: Wenn die beiden Erstplatzierten den gleichen Quotienten und die gleiche Anzahl von Spielen haben, wird das Preisgeld wie sonst auch geteilt. Ansonsten hat die Mannschaft auf dem ersten Platz 60 Prozent und auf dem zweiten Platz 40 Prozent des Preisgeldes bekommen. In den Fällen, in denen auf dem zweiten Platz mehrere Teams den gleichen Quotienten und die gleiche Anzahl von Spielen hatten, wurde der Zweitplatzierte ausgelost.

Fair-Play-Geste des Jahres an Nele Zabel und Fiete Krause
Zusätzlich wird pro Saison aus den gemeldeten Fair-Play-Aktionen die „Fair-Play-Geste des Jahres“, dotiert mit 1.000 Euro, vergeben. Hier hat die Jury erstmals auch entschieden, den Preis zu teilen. Die beiden Preisträger sind Nele Zabel (SV Eidelstedt) und Fiete Krause (Barsbütteler SV). Beide Preisträger erhalten je 500 Euro für die Fair-Play-Gesten des Jahres. Beide verhielten sich im Rahmen von Strafstoßentscheidungen herausragend fair:

Nele Zabel (SV Eidelstedt)
Die 2. Frauen des Eimsbütteler TV spielten am 20. Oktober 2019 beim SV Eidelstedt. Beim Stand von 2:2, in einem engen Spiel, entscheidet der Schiedsrichter auf Strafstoß für Eidelstedt. Eine Fehlentscheidung von Schiedsrichter Cedo Vasiljevic (vom SC Nienstedten), die allerdings bestehen blieb. Die Schützin, Nele Zabel (erst 15 Jahre jung), hat in Absprache mit ihrem Trainerteam (Kerstin Görge und Michael Görge), absichtlich verschossen! Am Ende gewinnt das Team vom ETV noch mit 3:2.

Fiete Krause (Barsbütteler SV)
Folgendes war beim Spiel zwischen der 1. E-Jugend des SV Curslack-Neuengamme gegen die 1. E-Jugend des Barsbütteler SV in der E-Junioren-Kreisklasse 4 am 17. September 2019 passiert: Mitte der ersten Halbzeit gab es einen Eckball für die Barsbütteler. Schiedsrichterin Jana Teipelke )vom SV Curslack-Neuengamme) pfiff diesen Eckball an und irritierte damit wohl einen SVCN-Abwehrspieler. Dieser pflückte den Ball daraufhin im Stil eines Torwarts mit den Händen aus der Luft und übergab ihn der Schiedsrichterin. Im Grunde ein Handspiel, welches einen Strafstoß zur Folge hätte haben müssen. Die Schiedsrichterin zeigte Fingerspitzengefühl und löste diese knifflige Situation clever. Sie rief den BSV-Kapitän Fiete Krause zu sich, erklärte ihm die Situation, und überließ ihm die Wahl: „Neunmeter oder Wiederholung des Eckballs?“ Und wer Krause kennt, den hatte es nicht gewundert, dass er dieses Geschenk nicht annehmen konnte, und sich für die Fairplay-Variante entschied, also einer Wiederholung des Eckballs. „Für mich persönlich war es DIE Szene des Spiels“, erzählte Teipelke nach Spielschluss im Plausch mit den Trainern beider Vereine.


Drei Vereine gewinnen beim Sparda-Bank Hamburg Fairness-Vereins-Award
Darüber hinaus gibt es eine ganzheitliche Betrachtung durch den Sparda-Bank Hamburg Fairness-Vereins-Award, der mit 5.000 Euro dotiert ist und ebenso wie die Fair-Play-Geste des Jahres einmal pro Jahr vergeben wird. Hier gab es den folgenden Jury-Entscheid: Da bei den Frauen-Sonderstaffeln 1.000 Euro nicht ausgeschüttet werden konnten, wird das Preisgeld auf 6.000 Euro erhöht. Die 6.000 Euro werden auf die ersten drei Vereine der Wertung aufgeteilt:
Platz 1: Komet Blankenese (Quotient 0,97) erhält 3.000 Euro.
Platz 2: SC Ellerau (Quotient 1,18) erhält 2.000 Euro.
Platz 3: GW Eimsbüttel (Quotient 1,21) erhält 1.000 Euro.

Sparda-Bank Hamburg unterstützt „Fit für Fairplay-Tage“
Der Blick richtet sich aber nicht nur auf die fairsten Mannschaften. Für drei Teams, die sich in Zukunft fair verhalten möchten, finanziert die Sparda-Bank Hamburg pro Halbserie je einen „Fit für Fairplay-Tag“ (Coolnesstag) a 500 Euro.


Die Gewinner des Sparda-Bank Hamburg Fairness-Preises der Rückrunde der Saison 2019/2020

Herren:
Oberliga Hamburg: 1. Hamburger SV 3. Herren > 1,60 Quotient, 600 Euro
2. TSV Sasel 1. Herren > 1,71 Quotient, 400 Euro (in der Oberliga auf Platz zwei wurde gelost, da zwei Teams den gleichen Quotienten und die gleiche Anzahl an Spielen hatten)

Landesliga: 1. Blau-Weiß 96 Schenefeld 1. Herren > 1,00 Quotient bei vier Spielen, 500 Euro
1. SC Vorwärts-Wacker 04 1. Herren > 1,00 Quotient bei vier Spielen, 500 Euro
(In der Landesliga auf Platz eins waren zwei Teams mit gleichem Quotienten und der gleichen Anzahl von Spielen)

Bezirksliga: 1. TSV Wandsetal 1. Herren > 0,75 Quotient > 600 Euro
2. FC Teutonia 05 2. Herren > 1,00 Quotient > 400 Euro (in der Bezirksliga auf Platz zwei wurde gelost, da drei Teams den gleichen Quotienten und die gleiche Anzahl an Spielen hatten)

Kreisliga: 1. TSV Holm 1. Herren > 0,33 Quotient > 600 Euro
2. Hausbruch-Neugrabener TS 1. Herren > 0,50 Quotient > 400 Euro

Kreisklasse: 1. HEBC 3. Herren > 0,00 Quotient bei vier Spielen > 600 Euro
2. UH-Adler 4. Herren > 0,00 Quotient bei drei Spielen > 400 Euro

Alte Herren: 1. ESV Einigkeit Wilhelmsburg 1. Alte Herren > 0,00 Quotient bei drei Spielen > 375 Euro
1. SC Condor 2. Alte Herren > 0,00 Quotient bei drei Spielen > 375 Euro
(Bei den Alten Herren auf Platz eins waren zwei Teams mit dem gleichen Quotienten und der gleichen Anzahl von Spielen)

Senioren: 1. Rahlstedter SC 4. Senioren > 0,00 Quotient bei drei Spielen > 200 Euro
1. Wandsbeker TSV Concordia 1. Senioren > 0,00 bei drei Spielen > 200 Euro
1. Meiendorfer SV 1. Senioren > 0,00 Quotient bei drei Spielen > 200 Euro
1. TSV Glinde 2. Senioren > 0,00 Quotient bei drei Spielen > 200 Euro
(Bei den Senioren auf Platz eins waren vier Teams mit den gleichen Quotienten und der gleichen Anzahl von Spielen; das Preisgeld wurde aufgerundet)


Frauen
Oberliga: 1. Harburger TB 1. Frauen > 0,00 Quotient > 600 Euro
2. TSC Wellingsbüttel 1. Frauen > 0,25 Quotient > 400 Euro

Landesliga: 1. HEBC 1. Frauen > 0,00 Quotient bei drei Spielen > 500 Euro
1. Wandsbeker TSV Concordia 1. Frauen > 0,00 bei drei Spielen > 500 Euro
(Bei den Landesliga der Frauen auf Platz eins waren zwei Teams mit dem gleichen Quotienten und der gleichen Anzahl von Spielen)

Bezirksliga: 1. Bramfelder SV 1. Frauen > 0,00 Quotient bei vier Spielen > 600 Euro
2. Rahlstedter SC 1. Frauen > 0,00 Quotient bei zwei Spielen > 400 Euro
(In der Bezirksliga der Frauen auf Platz zwei wurde gelost, da drei Teams den gleichen Quotienten und die gleiche Anzahl an Spielen hatten)

Kreisliga: 1. TuRa Harksheide 1. Frauen > 0,00 Quotient bei vier Spielen > 600 Euro
2. Walddörfer SV 3. Frauen > 0,00 Quotient bei drei Spielen > 400 Euro
(In der KL Frauen auf Platz zwei wurde gelost, da drei Teams den gleichen Quotienten und die gleiche Anzahl an Spielen hatten)

Sonderstaffeln: Kein Team mit zwei Spielen oder mehr, daher keine Gewinner.


Junioren
A-Junioren: 1. Barsbütteler SV 1. A-Junioren > 0,00 Quotient bei vier Spielen > 300 Euro
2. SV Altengamme 1. A-Junioren > 0,00 Quotient bei drei Spielen > 200 Euro

B-Junioren (alt): 1. USC Paloma 3. B-Junioren > 0,00 Quotient bei vier Spielen > 250 Euro
1. VSG Stapelfeld 1. B-Junioren > 0,00 Quotient bei vier Spielen > 250 Euro
(Bei den alten B-Junioren auf Platz eins waren zwei Teams mit dem gleichen Quotienten und der gleichen Anzahl von Spielen)

B-Junioren (jung): 1. Wedeler TSV 2. B-Junioren > 0,00 Quotient bei vier Spielen > 300 Euro
2. SV Groß-Borstel 2. B-Junioren > 0,00 Quotient bei drei Spielen > 200 Euro
(Bei den jungen B-Junioren auf Platz zwei wurde gelost, da drei Teams den gleichen Quotienten und die gleiche Anzahl an Spielen hatten)

C-Junioren (alt): 1. Wedeler TSV 1. C-Junioren > 0,00 Quotient bei fünf Spielen > 250 Euro
1. FSV Geesthacht 1. C-Junioren > 0,00 Quotient bei fünf Spielen > 250 Euro
(Bei den alten C-Junioren alt auf Platz eins waren zwei Teams mit dem gleichen Quotienten und der gleichen Anzahl von Spielen)

C-Junioren (jung): 1. TSV Sasel 1. C-Junioren > 0,00 Quotient bei sieben Spielen > 300 Euro
2. SG FC Union Tornesch/Holsatia im Elmshorner MTV 2. C-Junioren > 0,00 Quotient bei sechs Spielen 200 Euro
(Bei den jungen C-Junioren auf Platz zwei wurde gelost, da zwei Teams den gleichen Quotienten und die gleiche Anzahl an Spielen hatten)


Mädchen
B-Mädchen: 1. SV Halstenbek-Rellingen 1. B-Mädchen > 0,00 Quotient bei fünf Spielen > 150 Euro
1. Harburger TB 2. B-Mädchen > 0,00 Quotient bei fünf Spielen > 150 Euro
1. FTSV Komet Blankenese 1. B-Mädchen > 0,00 Quotient bei fünf Spielen > 150 Euro
1. FC Union Tornesch 1. B-Mädchen > 0,00 Quotient bei fünf Spielen > 150 Euro
(Bei den B-Mädchen auf Platz eins waren vier Teams mit den gleichen Quotienten und der gleichen Anzahl von Spielen; das Preisgeld wurde aufgerundet)

C-Mädchen: 1. VfL Pinneberg 1. C-Mädchen > 0,00 Quotient > 250 Euro
1. Altona 93, 1. C-Mädchen > 0,00 Quotient > 250 Euro
(Bei den C-Mädchen auf Platz eins waren zwei Teams mit dem gleichen Quotienten und der gleichen Anzahl von Spielen)



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