Aktuell: Hamm United gegen Saisonstart im September
18.08.2020
Jörn Heinemann, Präsident des Hamburger Oberligisten Hamm United FC, appellierte in einem Schreiben an den Hamburger Fußball-Verband, dass unter den derzeitigen Hygienevorschriften ein Saisonstart im September nicht möglich sei. Hier der Wortlaut des Schreibens, das der 60-Jährige auch SportNord zukommen ließ:


„Der HUFC hat in der laufenden Saisonvorbereitung Vorbereitungsspiele in Niedersachsen bestritten. Zudem haben wir uns intensiv mit den Auflagen und Hygienevorschriften für die im Bereich Hamburg stattfindenden Pokalspiele beschäftigt; hier zuletzt mit den Auflagen für die Austragung des Pokalspiels FC Eintracht Norderstedt gegen Altona 93.

Die Durchführung eines Oberliga-Spiels mit Zuschauern im weitläufigen Stadion Hammer Park würde mindestens einen kompletten Tag Vorbereitung mit fünf ehrenamtlichen Helfern bedeuten. Für den Spieltag selbst wären ca. 25 Ordner erforderlich; dies alle 14 Tage.

Es handelt sich dann um Pflichtspiele, nicht um ein einmaliges Pokal- oder Testspiel. Der HFV hat sich zudem festgelegt, mit allen Spielklassen und Altersgruppen gleichzeitig beginnen zu wollen. Dies bedeutet vor allem auf den Kunstrasenplätzen bis zu vier Spiele an einem Tag mit teilweise unterschiedlichen Heimvereinen als Veranstalter. Hierbei sind selbstverständlich die Hygienevorschriften zu beachten. Wer aber soll deren Befolgung (Kontaktlisten, Desinfektionsmittel, Reinigung der Sanitäranlagen, Sicherheitsabstände, Begrenzung der Zuschauerzahl je nach Sportanlage etc., etc.) sicherstellen? Die den Vereinsvorständen bei Missachtung der Regeln drohenden drakonischen Strafen durch den einschlägigen Bußgeld Katalog seien dabei nur am Rande erwähnt.

Selbstverständlich fiebert auch unser Verein dem Saisonstart entgegen. In der momentanen Situation wären wir allerdings schon über die Möglichkeit froh, in eigener Regie normal trainieren und Freundschaftsspiele veranstalten zu können. Eine Aufnahme des kompletten Spielbetriebs erscheint uns aber illusorisch und ist vom HUFC nach dem jetzigen Stand nicht zu bewerkstelligen.

Der Appell des Vereins richtet sich an den Hamburger Fußball-Verband, hier kurzfristig Klarheit zu schaffen.

Jörn Heinemann, Präsident“



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